Wer erfand die Mikrowelle?

Mikrowellenherd

Die Entstehung des Mikrowellenherds und erfinder mikrowelle. Mikrowellen werden sowohl für die Nachrichtenübermittlung als auch zum Kochen eingesetzt.

Die Mikrowellen-Technik war bereits in den 1920er Jahren bekannt. Damals hatten Techniker nach einem Ersatz für die Radioröhren gesucht, weil diese Röhren nicht für höchste Frequenzbereiche geeignet waren. Über die Elektronenröhre führte die Entwicklung zu speziellen Geräten, die schnell hin- und herschwingende (oszillierende) Elektronenströme erzeugen. Dazu gehören unter anderem die Wanderfeldröhre, das Klystron und das Magnetron, dass heute in Mikrowellen-Herden verwendet wird. Es erzeugt seine Schwingungsfrequenz selbst. Sie liegt zwischen 1 GHz und 20 GHz. Seine Pulsleistung kann einige Megawatt erreichen (1 MW = eine Million Watt). Klystron und Wanderfeldröhre haben eine Ausgangsleistung von einigen Kilowatt.

Ein geschmolzener Schokoriegel führte zur Erfindung des Mikrowellenherds

Früher wurden Mikrowellen vor allem für Radio- und Funkverbindungen, im Fernmeldewesen, beim Radar und bei der Radioastronomie eingesetzt. Der US-Amerikaner Percy Spencer (1894 – 1970) entdeckte, dass Nahrungsmittel mit Hilfe von Mikrowellenstrahlung erwärmt werden können, als er Magnetrons für Radaranlagen baute. Während er an einem Radargerät arbeitete, spürte er ein seltsames Gefühl und sah, dass ein Schokoriegel in seiner Tasche zu schmelzen begann. Natürlich war er nicht der Erste, der dieses Phänomen bemerkte, jedoch konnte er die Verbindung zwischen dem Schmelzvorgang und der Mikrowellenstrahlung herstellen.

1947 baute Spencer das erste Exemplar eines Mikrowellenherds. Er war fast 1,80 m hoch, wog 340 kg und hatte eine Leistung von 3000 Watt – etwa das Dreifache von heute üblichen Haushaltsgeräten. Im Jahr 1954 kamen die ersten kommerziellen Mikrowellenherde auf den Markt. Sie hatten eine Leistung von 1600 Watt und kosteten zwischen 2000 und 3000 $. Als der Preis in den 1970er Jahren sank, stiegen die Verkaufszahlen.

Dünne Metallschichten können in der Mikrowelle schmelzen

Die Funktionsweise eines Mikrowellenherds ist im Grunde genommen ganz einfach. Alle Lebensmittel enthalten sehr viel Wasser. Trifft eine Mikrowelle, die sich 2450millionenmal in der Sekunde bewegt, auf so ein winziges Wassertröpfchen, versucht das sofort, sich genauso schnell zu bewegen wie die Welle. Dadurch reiben sich die Wasser-Moleküle gegenseitig, und diese Reibung erzeugt Wärme. Alle normalen Gefäße, wie Teller oder Schüsseln werden von den Mikrowellen glatt durchdrungen.

Von Metall jedoch werden die Strahlen reflektiert, das heißt, Lebensmittel in Metalltöpfen bleiben kalt. Dünne Metallschichten wie zum Beispiel Alufolie oder der Goldrand von Tellern, können aufgrund der hohen Sendeleistung des Magnetrons hingegen schmelzen. Die weitverbreitete Ansicht, Metall sei in der Mikrowelle tabu, ist jedoch falsch, da der Herd selbst auch aus Metall besteht. Dicke Gegenstände wie Besteck werden nur heiß. Hat eine Mikrowelle ein Wasser-Molekül angestoßen, ist ihre Energie verbraucht. Sie löst sich auf und verschwindet spurlos aus dem Essen.

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